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GRANTIG?
[grantig:]
griesgrämig, missgelaunt, missmutig, schlecht gelaunt, freudlos, mürrisch,
miesepeterig, verdrossen, übellaunig, unwirsch, ärgerlich...
„Was bedeutet grantig?"
Das Wort „Grant" bezeichnet eine Stimmung, die
vielen Menschen geläufig sein dürfte: einen Widerwillen gegen die Welt, ihre
Erbärmlichkeit, Nichtswürdigkeit, Abgeschmacktheit; einen Überdruss an
allen, ja wirklich allen Zeitgenossen, deren bloße Anwesenheit eine
Reizüberflutung darstellt.

„GRANTIG sind Metal!"
Kein Core, kein Death, kein Black, kein Emo, kein Schnick, kein Schnack.
Einfach nur geradeaus, laut, hart, erbarmungslos. Der Sound ist pur und
erdig, roh und rau und auf einem erschreckend hohen Niveau. Die Songs sind
kompakt und nach vorne gebürstet. Mörderriffs und Monsterdrums fließen hier
in einer Lässigkeit von der Hand, die dem alten ehrwürdigen Genre Metal eine
für deutsche Bands kaum gekannte Eleganz verleiht. Die vier Grantigen können
nicht nur tight spielen und flink solieren – auch die ruhigen Momente
funktionieren locker ohne jede Peinlichkeit. Schmalzfrei ohne Kitsch und
Pathos klingen die Stücke nach Mississippi Delta, nach Whiskey und dem
tiefen, dunklen Sumpf des Lebens.
Das liegt zum einen an dem Ausnahmeorgan von Jonathan Schmid, zum andern an
dem bluesgetränkten Groove, der in den 12 Songs permanent anpeitscht. Hier
gibt es nicht nur Gaspedal und dicke Riffs, sondern auch einiges mehr zu
entdecken – wenn man sich weiter in den Sumpf hineinwagt.
„Worte"
Fern von Teutonentümmelei und gutgelaunt-debiler Pennälerlyrik entfalten die
deutschen Texte einen spröden Charme, der tiefer und tiefer in einen Kosmos
hineinzieht. „Alles, was ich sagen würde, um die Texte zu erklären, würde
sie nur schlechter machen. Denn ich habe schon die besten Worte benützt, um
das zu benennen was ich meine." - entzieht sich Sänger Joni jeglicher Kritik
an seiner Lyrik. Hinter so viel Selbstbewusstsein – im doppelten Wortsinn –
steckt viel nachdenkliches, kluges und verletzliches. Und hinter so viel
Riffgewalt lauert der Abgrund.
„Kajalfreie Zone"
Frei von Wikingerchören, Pfadfinderakkorden, Kunstblut, brennenden Kirchen
und ähnlichen Zutaten brauen die vier Grantigen ihren Sound nach dem
musikalischen Reinheitsgebot „weniger ist mehr". Und das nicht ohne Grund:
Joni und Jan spielten schon mit 15 Jahren in diversen Metal Kapellen.
Schnell wurde ihnen klar, dass alles, was an angesagten Trends die Hallen
füllte nicht ausreichte, um ihre eigenen Vorstellungen von Musik zu
erfüllen. So besann man sich auf eigene Ziele und gründete die Band mit dem
Ziel: Gitarren. Spielen. Spaß. Nach einigen Auftritten in Clubs und
Freizeitheimen quer durch Deutschland, einer folgenden EP, die für erstes
Aufsehen sorgte, ging die Sache dann plötzlich auf die Überholspur: Mit dem
Produzenten Jakob „JDawg" Bernhart und Klaus Scheuermann, wurde ein 3 Track
Demo produziert.
Einen Monat später war der Vertrag mit Drakkar Records in der Tasche und
schon kurz darauf ging es mit neuen Songs zurück ins Studio. Ohne Brimborium
und mit außergewöhnlich spielerischem Geschick wurde das Album in knapp zwei
Wochen eingebrettert und gleichzeitig Neuzugang Jonas an der Gitarre
eingeweiht. Jetzt wollen sie auf die Straße, um das Wort des Grant in ganz
Europa zu verbreiten.
„Widderschädel"
Stur und dickköpfig gehen die vier jungen Männer ihren Weg. Gegen den Strom,
gegen den Wind und wenn es sein muss, mit dem Kopf durch die Wand. Und
dieser Weg hat gerade erst begonnen. Mit Riesenschritten und einem
erstaunlichen Tempo stampfen die unwirschen Herren in die Zukunft. Aktuelle
Moden sind ihnen völlig egal. „Wir haben aber keinen Bock, uns in
Äußerlichkeiten zu ergehen oder vor irgendeinen Karren spannen zu lassen.
Keinem Klischee zu entsprechen ist schon zum Spiel geworden." – so Basser
Alex
„Grantig? – Und wie!"
Grantig sind reinste Spielfreude und brüllender Grant, brachiale Wucht und
extreme Lässigkeit, sind Leidenschaft und Zorn, sind deutsche Texte und
bluesgetränkter Metal, schwer und tiefgründig.
Die Zukunft ist hart.
Und sie ist verdammt grantig.

GRANTIG sind
v.l.n.r.
Jonas Windwehr - Gitarre
Jan Vogelbacher - Schlagzeug
Jonathan Schmid - Gesang und Gitarre
Alex Negret - Bass
Text: Thomas Böck [Musiker, Texter & Sänger der Schweisser]
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